Orientalischer Teppich

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Orientalischer Teppich

Nur ein sauberer Orienttepich kann seinen vollen Glanz im Raum entfalten. Wenn die Verunreinigung Ihres Orientteppichs oder Perserteppichs sehr groß ist, sollten Sie den wertvollen Teppich unbedingt professionell reinigen lassen. Dies gilt natürlich insbesondere für sehr wertvolle, handgeknüpfte Objekte, die Sie als eine Kunstwerk betrachten sollten. Ein teures Gemälde sollte ja auch von einem Restaurator gereinigt und restauriert werden. Auch wenn professionelle Reinigungsunternehmen davon abraten, ist es sicherlich möglich Ihren Orientteppich bei kleineren Flecken und Verunreinigungen selbst wieder sauber zu bekommen. Falls Sie also auf die professionelle Teppichreinigung verzichten, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten und Ihren klassischen Teppich mit Bedacht reinigen und behutsam Flecken aus dem Teppich entfernen: Achten Sie dabei insbesondere auf das verwendete Material, insbesondere Seidenteppiche sind sehr empfindlich. Für mehr Informationen lesen Sie bitte unsere Ratgeberbeiträge „Naturfaserteppiche reinigen“, „Kunstfaserteppiche reinigen“ und für Soforthilfemaßnahmen bei Teppichflecken „Teppich reinigen – Flecken entfernen“
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Orientalischer Teppich

Orientteppiche, die lange Zeit vor allem in gutbürgerlichen und klassisch eingerichteten Haushalten zu finden waren, feiern seit einiger Zeit ein großes Comeback. Zum einen weil der Wert ursprünglicher, traditioneller und nachhaltiger Produkte wiederentdeckt wurde. Zum anderen weil sich viele Teppichdesigner von der Tradition orientalischer Teppiche inspirieren lassen und deren beliebte Muster modern und zeitgemäß interpretieren. So können Sie heute zwischen klassischen Schönheiten und aktuellen Trendteppichen im Orientlook wählen, die zu fast allen Einrichtungsstilen passen. Welche weiteren Vorzüge Orientteppiche haben, wo sie besonders gut zur Geltung kommen und welche Pflege sie brauchen, erfahren Sie hier.
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Als klassische Teppiche lassen sich viele Modelle bezeichnen. In diese Kategorie fallen natürlich Orientteppiche, aber auch dezente Designs wie z.B. Teppiche mit Bordüren oder hochwertige unifarbene Modelle, die man nicht grundlos als „klassisch-elegant“ bezeichnet. Im Grunde ist es aber nicht zuletzt dem eigenen Geschmack überlassen, welchen Teppich man nun als klassisch empfindet. Nichtsdestotrotz wollen wir Ihnen eine große Auswahl klassischer Teppiche bieten, so dass Sie die Möglichkeiten haben, ganz nach Ihren eigenen Vorlieben eine Auswahl zu treffen. Bei uns finden Sie einen Vintage Teppich mit klassisch inspiriertem Muster genauso wie hochwertige und dezente Wollteppiche. In unserem Online Shop haben Sie natürlich die Möglichkeit Klassische Teppiche nach Farben, Muster, Materialien u.v.m. zu filtern und zu sortieren. So finden Sie kinderleicht klassische Teppiche in Beige, Modelle mit floralen Mustern oder aus natürlichen Materialien. Gelegentlich spielt natürlich auch der Preis eine große Rolle: Ein handgeknüpfter Orientteppich kann durchaus den Wert eines Kleinwagens haben, doch glücklicherweise finden Sie bei uns auch preiswertere Modelle, so dass Sie nicht so tief in die Tasche greifen müssen, um Ihren Teppich günstig zu kaufen.
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Wer sich vorrangig an der edlen, behaglichen Optik erfreuen und den Teppich bedenkenlos im Alltag nutzen möchte, sollte sich wohl nicht in Unkosten stürzen und lieber zu einem kostengünstigeren Teppich im Orientstil greifen. Die traditionellen Muster fügen sich in fast jeden Einrichtungsstil ein und harmonieren sowohl mit Antiquitäten oder traditionellen Holzmöbeln als auch mit Designklassikern und schlichten modernen Möbeln.
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Agra-Teppiche, handgeknüpfte Teppiche aus Agra in Indien (ca. 200 km südlich von Delhi). Hier wurden zwei der größten Teppiche der Welt geknüpft; der eine Teppich befindet sich im Windsor Castle in England (Maße: 10,25 x 21,50 m), der andere Teppich liegt in einem Hotel in Agra und misst 12,25 x 39 m!
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Ein Teppich mit schlecht gewaschener Wolle ist immer schwerer, schmutzempfindlicher und gegen Motten anfälliger. Die Wollwäsche ist in der Manufaktur einer der wichtigsten Aufbereitungsfaktoren. Es handelt sich dabei um einen mehrstufigen Prozess, wie Vorwäsche, Hauptwäsche und diverse Spülgänge. Dadurch werden lose Fasern entfernt, überschüssige Farbe ausgespült und Glanz erreicht, der Flor ordnet und glättet sich und das Muster tritt deutlicher hervor. Vormals wurde das fertige Stück einfach in das fließende Wasser eines Baches getaucht und zum Trocknen in die Sonne gehängt. Ein guter Wäscher kann viele Wirkungen hervorrufen, die sich im Laufe der Zeit von selbst einstellen – er kann das Rot leuchtend belassen oder es zu Nuancen von Rosa, Rost, Kupfer bis Braun, Gold oder Beige dämpfen. Lüster (Florglanz) wird vielfach durch eine Chlor- oder Glanzwäsche erreicht. In den Knüpfereien wird der Teppich nach dem Waschen gespannt, getrocknet und weichgeklopft.
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Meist sind Datumsinschriften auf Teppichen nicht eindeutig zu lesen. Ein Teppichmuster kann von einem älteren Teppich kopiert worden sein, das eingeknüpfte Datum kann sogar durch Ersetzen einzelner Knoten verändert und gefälscht werden, um einen Teppich älter und wertvoller zu machen. Manchmal sind die eingeknüpften Zahlen unleserlich, weil die Knüpfer vielleicht nicht lesen und schreiben konnten und die Zahlen eher wie Ornamente nachahmend wiedergaben.
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Mangels besserer Informationen werden in der Frühzeit ihrer kunsthistorischen Erforschung einige anatolische Teppichtypen nach den europäischen Malern benannt, die sie auf ihren Bildern dargestellt hatten, und datiert sind sie nach der Entstehungszeit der Gemälde. Demnach ist ein Teppich mindestens so alt wie das Gemälde, auf dem er abgebildet ist. Erfunden wurde diese Methode von Julius Lessing, der 1871 sein Buch „Altorientalische Teppichmuster“ veröffentlichte. Er bezog sich überwiegend auf europäische Gemälde, weniger auf erhaltene Teppiche, weil diese zu seiner Zeit noch nicht gezielt gesammelt wurden und er davon ausging, dass kaum noch Exemplare erhalten geblieben seien. So erhielten die „Lotto-“ und „Holbein-Teppiche“ beispielsweise ihre Namen von den Renaissancemalern Lorenzo Lotto und Hans Holbein, die eine Reihe dieser Knüpfteppiche in ihren Werken abbildeten. Die Begriffe blieben in Gebrauch, als genauere Informationen verfügbar wurden, weil sie wegen ihrer Eingängigkeit die Verständigung über die jeweiligen Mustertypen erleichtern. Die Methode der Datierung durch Vergleich mit europäischen Gemälden wurde von Wissenschaftlern der „Berliner Schule“, Wilhelm von Bode, Friedrich Sarre, Ernst Kühnel und Kurt Erdmann entwickelt. Demzufolge ist ein Teppich mindestens so alt wie das Gemälde, auf dem er abgebildet ist. Das Gemälde gibt den Terminus ante quem für die Datierung vor. Da mit dieser Methode nur Teppiche datiert werden können, die nach Europa gelangt waren und den Malern als Vorlage dienen konnten, hilft die Methode bei der Altersbestimmung von Flachgeweben und den Teppichen der dörflichen und nomadischen Tradition nicht weiter, denen das Interesse der Kunsthistoriker gilt. Überwiegend sind auf diesen Bildern nur Teppiche, die als Handelsware vor Allem aus Anatolien nach Europa gelangten. Im Gegensatz zu den auf diese Weise gut dokumentierten anatolischen Teppichen werden vor dem 17. Jahrhundert. keine persischen Teppiche auf europäischen Gemälden abgebildet.
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Mit der Erfindung der Spektroskopie, der Chromatographie und der Radiocarbonmethode verbesserte sich die Analyse und die Altersbestimmung von organischen Materialien. Diese Methoden werden auch bei Teppichen eingesetzt. Spektroskopie und Chromatographie helfen besonders bei der Bestimmung von Farben. Werden in einem Teppich synthetische Farben nachgewiesen, kann er nicht älter sein als die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingesetzten Farbstoffe. Im Falle des Nachweises von Indigosulfonsäure kann die Wolle frühestens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefärbt worden sein. Die Methoden waren darüber hinaus wichtig für die Bestimmung natürlicher Farben durch Vergleich mit den Pigmenten, die zum Färben in antiken Teppichen verwendet wurden. Durch Nachweis für eine geografische Region spezifischer Farbpigmente kann ein Teppich einer Region zugeordnet werden.
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Ein klassischer Orientteppich wird auf einem senkrechten Rahmen von Hand gewebt oder geknüpft. Je höher die Knotenanzahl pro Quadratmeter, desto aufwendiger, wertvoller und haltbarer ist ein Orientteppich. Dass manche Orientteppiche besonders kostbar und eine echte Wertanlage sind, hängt mit ihrem Alter, dem edlen Material, der Herkunft, der Machart und ihrer Seltenheit zusammen. Bei einem solchen Teppich können schnell mal fünfstellige Eurobeträge gerechtfertigt sein.
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Orientteppiche können genauso gut mit einem modernen Sofas & Couches wie mit einem Bauhaus-Klassiker aus Glas, Stahl oder Leder oder einer Kommode im Biedermeierstil kombiniert werden. Ob der Teppich eher traditionell oder modern wirkt, hängt also maßgeblich von den umgebenden Möbeln und Accessoires ab.
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Traditionelle Teppiche sind heutzutage nicht nur in ihrer ursprünglichen Form gefragt: Ihr opulentes Design dient mittlerweile auch als bedeutende Inspiration für moderne Teppiche und aktuelle Wohntrends. Während sich die Herstellung traditioneller Teppiche durch kunstfertige Handknüpfung im Wesentlichen nicht verändert hat, wird ihr modernes Pendant heutzutage meistens maschinell hergestellt (gewebt oder getuftet) und unterscheidet sich darin nicht von anderen Textilprodukten, die im Zuge der Industrialisierung weitgehend automatisiert und effizient produziert werden können. In seiner Mustergebung ist ein traditioneller Teppich maßgeblich von filigranen Ornamenten, floralen Motiven und kunstvollen Bord&uumuuml;ren gekennzeichnet – diese sind zeitlos schön und fügen sich nahtlos in jeden Wohnstil ein. Beliebte Gestaltungsmerkmale sind jedoch nicht nur diese prachtvollen Muster, sondern auch ausdrucksstarke, lebhafte Farben. Für das Färben klassischer Orientteppiche setzte man ursprünglich pflanzliche Farben ein, welche beispielsweise aus Pflanzenwurzeln gewonnen wurden und den Modellen eine besonders opulente Optik verliehen. Mittlerweile werden zum Färben jedoch auch synthetische Farben verwendet, da deren Herstellung meist erschwinglicher ist. Somit werden traditionelle Teppiche und ihre Muster in leuchtendes Pink oder zarte Pastellfarben getaucht und bereichern unser Zuhause mit ihrer antiken Note.

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